Epilog Mannichl – Teil 1

Als das Messerattentat auf den Passauer Polizeichef verübt wurde, waren die Empörung und das Entsetzen allerorts groß…zweifelsohne zu recht! Das war eine feige, hinterhältige und verabscheuenswerte Tat! Groß war aber auch der bei solchen Gelegenheiten reflexartig ertönende Gleichklang vieler Politiker, dass man gegen den braunen Sumpf rigoros vorgehen müsse…Das ist ein genauso „bahnbrechendes“ wie unglaubwürdiges Bekenntnis!

Natürlich gibt es nicht ein allein-seeligmachendes Patentrezept gegen den braunen Sumpf, aber einer von vielen Aspekten ist, dass…

…in Deutschland am Schicksal sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher ein erschreckendes Desinteresse zu bestehen scheint (natürlich wird das jeder der Verantwortlichen vehement und genauso reflexartig -siehe oben- abstreiten).

So ist es nicht nur beschämend für ein reiches Land wie Deutschland, sondern fast schon als kriminelle Unterlassung zu bezeichnen, dass die finanzielle Unterstützung für die Arbeit von sozialen Einrichtungen kontinuierlich gekürzt wird. In diesem Zusammenhang fand ich einen Fernsehreport bemerkenswert, in welchem über die Arbeit von Sozialarbeitern in einem der vielen sozialen Brennpunkte ehemaliger DDR-Plattenbausiedlungen berichtet wurde. Ihnen war durch viel persönliches Engagemant gelungen, einen Jugendraum einzurichten, in welchem sich die Kinder und Jugendlichen zu gemeinsamen Aktivitäten treffen und unter Anleitung der Sozialarbeiter lernen konnten, ihre Konflikte auf sozialverträgliche Weise zu lösen. Gedankt hat man dieses Engagement durch Kürzung der Geldmittel. Und soziale Brennpunkte gibt es nicht nur in ehemaligen Plattenbausiedlungen…

Die „braunen Schwadronen“ dagegen stehen schon bereit, um Kindern und Jugendlichen mit trostloser Zukunftsperspektive eine „sinnvolle“ Ausrichtung ihres Lebens und die Schuldigen an ihrer Misere aufzuzeigen. Der demokratische Staat schaut gelangweilt zu…und empört sich bei gegebenem Anlass erneut (siehe oben)!

One Reply to “Epilog Mannichl – Teil 1”

  1. Naja das sind nur Spekulationen, da die Polizisten noch keinen Täter gefunden haben.
    Wer sagt denn das es böse Nazis waren? Mannichl passt es ja ins Zeug so etwas zu behaupten!
    Auf Wikipedia stand Folgendes:
    Dem Verfassungsschutz liegen bislang keine Hinweise auf eine rechtsextremistische Tat vor, weshalb die Ermittlungen auch andere mögliche Täterkreise berücksichtigen. Die Staatsanwaltschaft räumte „merkwürdige“ Tatumstände ein, bestritt allerdings Hinweise auf eine Beziehungstat.

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