Service in Deutschland: flop

1. Akt: Letzten Herbst hatte ich in unserer Nebenwohnung den DSL-Anschluss bei STRATO gekündigt und online DSL 16000 bei T-Home bestellt…ich war schlichtweg genervt und schon drauf und dran, diesen Entschluss zu bereuen. Laut Schreiben sollte der Anschluss innerhalb von 10 Tagen (ich habe 10 Werktage veranschlagt) verfügbar sein: nach »nur« sechs Wochen und dreimaligem Anruf meinerseits war es dann endlich so weit, ich war wieder im Netz.

Resultat: die Verbindung ist im Download manchmal wirklich schnell: mit bis zu 20.000 kbit/Sekunde („DSL 20000“) mehr als die mir zugesicherten maximal 11.000 kbit/Sekunde („DSL 11000“), oft aber mit ca. 2.000 kbit/Sekunde („DSL 2000“) oder auch weniger nur erträglich schnell. Im Upload sind es schon mal (kurzzeitig) bis zu 2.000 kbit/Sekunde (maximaler Upload wird von T-Home mit bis zu 1.024 kbit/Sekunde angegeben!), oft mit etwa 20 – 300 kbit/Sekunde aber auch gähnend langsam…Im Schnitt meine ich (gefühlt) etwas besser dran zu sein, als vorher mit STRATO-DSL. Mal sehen, wie sich das in der Vertragslaufzeit entwickelt!

Warum bin ich wieder zurück zur T-Home? Mein Kalkül: der Platzhirsch stellt die Leitungen für seine und die Kunden der Konkurrenten zur Verfügung. Wenn es von der Bandbreite einmal eng wird, wer bekommt bevorzugt verbleibende Bandbreite? Die Kunden von T-Home oder die der Konkurrenz? Damit wären wir beim grundlegenden Problem der Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen in Deutschland: die Quasi-Monopolisierung des DSL-Netzes durch T-Home. Hier müsste es nach meiner Meinung einen unabhängigen Netzbetreiber geben, der Kapazität an alle DSL-Provider verkauft/vermietet.

2. Akt: Noch eine Bestellung bei T-Home für die Hauptwohnung. Diesmal dachte ich, „probierste mal die Bestellung über den T-Punkt“, also nicht online. Bestellung gemacht, Bereitstellung von DSL 16000 wurde für den 16. März 2009 (hätte ja auch erst 2010 sein können 😉 ) schriftlich von T-Home bestätigt, war am 23. März jedoch immer noch nicht freigeschaltet. Nachfrage im T-Punkt: „Bestellung irgendwie nicht »gecheckt«, da DSL schon installiert sei…“ Ja, für die Nebenwohnung! Also nochmals durch den T-Home-Mitarbeiter (der übrigens sehr nett war) bestellt und jetzt endlich die Zugangsdaten erhalten.

Kleiner Tipp an die T-Home-Kundenbetreuung/-verwaltung: man hätte ja mal nachfragen können -beim T-Punkt oder auch bei mir- ob das zutreffend sei, dass unter meiner Kundennummer zwei DSL-Anschlüsse registriert sind! Scheint aber irgendwie weitab der Vorstellung der betreffenden Personen zu sein. Zudem: sind wir die einzigen in Deutschland, die je einen DSL-Anschluss für Haupt- und Nebenwohnung besitzen?

Mein Eindruck (aber nicht nur T-Home betreffend): Service in Deutschland ist freundlich (-er geworden), aber oft eher unprofessionell. Jeder scheint nur noch sein kleines Stückchen vom Ganzen im Sinn zu haben, und sein Denkvermögen an der Schnittstelle zu anderen Bereichen in den Ruhezustand zu versetzen – den Gesamtzusammenhang nicht mehr zu sehen. Und die Kommunikation innerhalb von T-Home (befasst die sich nicht irgendwie mit Kommunikation?) scheint keinen besonders hohen Stellenwert zu genießen…

Ich will ja nicht in den alten Zeiten schwelgen, aber „früher hätt´s des nett gäbbe!“.

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