Nur eine kleine grüne Meeresschnecke?

Letzthin habe ich in der Wochenzeitung »Die Zeit« einen interessanten Artikel gelesen: die kleine grüne Meeresschnecke »Elysia chlorotica« betreibt Photosynthese und erzeugt damit Zucker und Kohlenhydrate – und nebenbei Sauerstoff.

Sie ritzt die Zellwände von Algen an und saugt den Saft zusammen mit den Chloroplasten, die in Pflanzen für den Aufbau von Zucker und Kohlenhydraten aus Kohlendioxid, Wasser und Sonnenenergie zuständig sind, aus deren Zellen. Die Chloroplasten werden in ihren Körper eingelagert und arbeiten dort noch Wochen und Monate weiter. In Pflanzen sind die Chloroplasten auf die Steuerung durch Gene im Zellkern angewiesen – nun haben US-amerikanische Forscher entdeckt, dass im Erbgut der Schnecke Steuergene enthalten sind, die mit jenen der Algen exakt übereinstimmen…

Szenenwechsel: was könnten die Folgen sein, wenn Rinder und Schweine, die beispielsweise mit gentechnisch verändertem Futtermais gemästet wurden, bei uns als Steak und Schnitzel auf den Teller kommen? Oder wenn wir auf direktem Weg, ohne »Zwischenwirte«, die Genschnipsel aus verändertem Mais als knusprige Corn Flakes getarnt aus der Schale löffeln? Besteht die Möglichkeit, dass Genfragmente auf dem Weg vom Mais über Rind und Schwein auf uns Menschen übergehen? Oder dass sich diese »Schnipsel« direkt über Maisprodukte in unser Erbgut schleichen?

Entwickeln wir dann -wie der Mais- eine verbesserte Resistenz gegen Trockenheit (Stichwort: Klimaerwärmung)? Oder können wir dann besser poppen 😉 ? Oder, oder, oder…Eine kleine grüne Schnecke, die mich nachdenklich macht…

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