Rasenmähen nur mit Massband und Schallpegelmessgerät?

»Rasen-Mäher« aufgepasst:

„…Rasenmäher dürfen in der Zeit von 7 bis 20 Uhr betrieben werden, allerdings nicht an Sonn- und Feiertagen…Besonders lärmintensive motorbetriebene Rasenmäher dürfen von Privatpersonen (!)* auch in der Zeit von 13 bis 15 Uhr nicht betrieben werden. Besonders lärmintensiv ist ein Gerät dann, wenn es bei einer Schnittbreite von weniger als 50 Zentimetern 96 Dezibel oder bei einer Schnittbreite, die kleiner als 120 Zentimeter ist, 100 Dezibel überschreitet…“
(Amtsblatt Neuhofen vom 28.05.2009)

Alles klar? Also immer Uhr, Maßband und Schallpegelmessgerät bereit halten, wenn man Rasen mäht und gegenüber genervten Nachbarn argumentativ gewappnet sein will nach dem Motto:

„Ich darf zwischen 13 und 15 Uhr Rasen mähen, weil mein Rasenmäher eine Schnittbreite von weniger als 50 Zentimetern besitzt und dabei einen Lärmpegel von 96 Dezibel nicht überschreitet…“

Wie wäre das:

„Rasenmähen ist nur werktags von 7 bis 13 und 15 bis 20 Uhr erlaubt.“

Basta! Kein Maßband, kein Schallpegelmessgerät, keine Diskussion. Einfach nur pragmatisch…und eine Uhr reicht 😉 . Aber Pragmatik ist vom Gesetzgeber nicht immer zu erwarten…

* Nicht-Privatpersonen dürfen uns also auch zwischen 13 und 15 Uhr mit lärmintensiven Rasenmähern belästigen?

2 Replies to “Rasenmähen nur mit Massband und Schallpegelmessgerät?”

  1. Hallo Klaus,
    na, also diese Regelung eroeffnet doch immer noch hinlaenglich Moeglichkeiten um seine Nachbarn in angemessener Weise zu terrorisieren:

    Da tunen wir unseren obsoleten Zweitaktmaeher, Fabrikat KRAUSE, Baujahr 1969, Schnittbreite 49 cm, indem wir zunaechst mal den Schalldaempfer amputieren und dann die Moehre nach allen Regeln der Mokickkunst maximal aufbohren. Nachdem das Teilchen solcherart auf 12,6 PS leistungsmaessig aufgedoppelt ist, emittiert es bereits im Leerlauf die erforderlichen 95,9 dB. Nun legen wir durch Auffuettern mit Unterlegscheiben das hoehenverstellbare Schneidmesser so tief, dass bereits der kleinste, ueber die Gelaendeoberkante lugende Kieselstein damit garantiert aus dem Boden gerissen wird und mit Vnull= 625 km/h gegen bzw. durch das Schutzblech fliegt. Dies garantiert uns im Betrieb einige schoene Nebengeraeuscheffekte. (Nach dem gleichen Gedankenmodell haben wir frueher Spielkarten mit Waescheklammern an den Fahrradrahmen gezwickt, weil unser Jaeter noch nicht laut genug geklappert hat)
    Der Auftritt unseres solcherart veredelten Gartenpflegegeraetes erfolgt selbstverstaendlich Samstag morgens, puenktlich 6.55 Uhr ( des Nachbarn Wecker geht bekanntlich 5 Minuten vor ), wobei wir darauf achten, um des sehr interessanten Halleffektes willen, den sogenannten „Rasenmaeher“, der geraeuschmaessig nun eher einem Tornado-Rasentiefflieger aehnelt, bereits in unserer Doppelgarage aber bei schalltrichterartig geoeffneten Tueren zu starten.
    Bis Viertelacht ist auf vorherige Veranlassung unseres inzwischen ins Ohrentrauma gefallenen Herrn Nachbarn bereits der Rettungswagen eingetroffen, wir haben die Haelfte des 4 Quadratmeter grossen Vorgartens sauber und verordnungsgerecht abgemaeht und koennen uns das erste Bierchen des Tages genehmigen.

    Gruesse aus A.D.
    von
    Juergen

  2. Hallo Jürgen,

    an Dir ist ein Satiriker verloren gegangen…Ein gewisses anarchisches Potenzial lässt sich außerdem auch nicht verleugnen 😉

    Liebe Grüße,
    Claus

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