Katholische Kirche, quo vadis?

Was ich am 19. März 2010 in der Frankfurter Rundschau im Zusammenhang mit der körperlichen und sexuellen Misshandlung von Schutzbefohlenen durch katholische Geistliche las (siehe „Vatikan mauschelt Priester frei“), widert mich immer noch an…

…zu Zeiten, als Kardinal Joseph Ratzinger, jetzt Papst Benedikt XVI., Präfekt der „Glaubenskongregation“ -früher „Heilige Inquisition“- war, wurde durch ihn ein Papier unterzeichnet, welches Kirchenangehörigen befahl, dass sexuelle Übergriffe strengstens geheim zu halten seien…und nicht etwa bedingungslos und mit entsprechenden Konsequenzen aufzuklären und zukünftig wirksam zu unterbinden seien.

Wundern tut mich dagegen dieses „autistische“ Verhalten überhaupt nicht. Offensichtlich will man mit allen Mitteln den Eindruck der Unfehlbarkeit der Geistlichkeit aufrecht erhalten. Doch auch Geistliche sind nur Menschen.

Dieser Mangel an Selbstreflektiertheit, diese Attitüde der Arroganz und Menschenverachtung hat mich bereits vor 20 Jahren aus diesem „Verein“ austreten lassen. Das „Fass zum überlaufen“ brachten persönliche Erfahrungen in meinem Umfeld. Dort konnte ich hautnah erleben, mit welcher Kälte und Rücksichtslosigkeit die Institution (katholische) Kirche mit Menschen und ihren persönlichen Lebensumständen umgeht. Das hatte mit christlichen Werten und Fürsorge für Menschen rein gar nichts zu tun.

Hoffentlich machen die so weiter, dann besteht die leise Chance, dass auch das langmütigste und duldsamste „Vereinsmitglied“ irgendwann einmal davonläuft und sich der „Verein“ mangels „Masse“ auflöst…

Wohlgemerkt: ich respektiere sehr wohl Christen (auch Katholiken), die ihr Leben an christlichen Werten ausrichten. Nur die Institution Kirche (insbesondere die katholische Kirche) tut dies in meinen Augen in keinster Weise…

Übrigens hat mich damals, als ich aus der Kirche austrat, weder der Blitz erschlagen, noch schmore ich im Fegefeuer. Für letzteren Aufenthaltsort gibt es zur Zeit ganz andere Aspiranten… 😉

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