Kasse machen, selbst wenn die Welt in Flammen steht

Wenn ich in den Tagesthemen höre, dass sich Topmanager diverser Fonds schon vor Monaten getroffen haben sollen, um gute Geschäfte mit Wetten auf einen Wertverlust des Euro gegenüber dem Dollar abzustimmen und alles zu tun, damit diese Wetten auch aufgehen, könnte ich gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.

Solche Aktionen sind in (noch) stabilen, freiheitliche Gesellschaftsordnungen möglich, weil es einerseits zu wenig Kontrolle der Kapitalmärkte gibt und sich andererseits Regierungen ohne Rücksicht auf folgende Generationen an den Kapitalmärkten für wählerschmeichelnde, nationale Strohfeuer bedienen. In Griechenland können wir beobachten, was sich in ähnlicher Form in anderen Staaten (auch in Deutschland) in nicht allzu ferner Zukunft entwickeln könnte: durch hemmungsloses und skrupelloses Gezocke der Protagonisten auf den Kapitalmärkten werden ganze Volkswirtschaften an den Rand der Anarchie geführt. Wir müssen uns endlich mit der Wahrheit auseinander setzen, dass wir nicht über unsere Verhältnisse leben und uns auf Gedeih und Verderb an den Tropf der Kapitalmärkte hängen können.

Wenn jedoch die deutsche Verschuldung in diesem Tempo weiterwächst, wird es uns vermutlich in wenigen Jahren nicht anders ergehen, als den Griechen heute…

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