Wahlkampf der Republikaner…

Die Plakate der Republikaner zur Kommunal- und Europaparlamentswahl in Rheinland-Pfalz sind ja mal wieder echt rausgeworfenes Steuergeld…dafür kriegen die Wahlkampfkostenerstattungen! Aber so einen Schund muss man in einer Demokratie eben auch ertragen können…

Da wäre zum Einen dieses Plakat…

Wir lassen die Kirche im Dorf und die Moschee in Istanbul

Wir lassen die Kirche im Dorf und die Moschee in Istanbul

Solange eine religiöse Vereinigung nicht gegen das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland verstößt, haben ihre Anhänger das Recht, ihrer Religion anzuhängen und entsprechende Räumlichkeiten zur Ausübung zu errichten. Und wenn Leute meinen, eine Dose Zahnstocher anbeten und einen Veitstanz darum aufführen zu müssen, sei´s drum. Ich würde nicht in einem Staat leben wollen, der seinen Bürgern vorschreibt, was sie zu denken, glauben oder fühlen haben…

…und zum Anderen jenes Plakat:

Deutsch ist geil

Deutsch ist geil

Das sagt ja schon mal überhaupt und rein gar nichts aus, außer: wer auf so was abfährt, denkt nur unterhalb der Gürtellinie. Großhirn? Fehlanzeige! Kleinhirn reicht doch vollkommen aus zum Heben und Trinken des x-ten Glases Bier am rechtsnational gesinnten Stammtisch…

7 Kommentare zu “Wahlkampf der Republikaner…”

  1. Das Aergerliche an diesen Braunen ist doch die Tatsache, dass die gewaehlt werden. Und zwar leider wegen ihrer eindimensionalen und schwachsinnigen Agitation. Protest, Frust und Verzweiflung bringen neben den eindimensional Schwachsinnigen leider auch andere dazu, ihr Kreuzchen dort abzuliefern.
    Die grosse Herausforderung liegt dann bei den bemitleidenswerten Parlamentspraesidenten, wenn Sie allein mit ordnungpolitischen Werkzeugen Parlamentssitzungen zustande bringen sollen.

    Hier im Orient wuerde man eine solche „Opposition“ im Joch aus dem Saal fuehren und Ihnen 80 mit dem Stock auf die Fusssohlen verpassen. Und zwar oeffentlich.

    Das geht natuerlich in der Demokratie nicht.
    Die ist aber sowieso eine zweifelhafte Regierungsform geworden seit
    Politiker froh sind, wenn Sie in einer 50,1 % Koalition an die Macht kommen.
    Was wird eigentlich mit der Meinung der anderen Haelfte der Waehler ?
    Da werden die faulen Kompromisse zum Regelfall.
    Da wird bei jeder anstehenden Entscheidung auf deren Auswirkung auf die naechsten Wahlen geschielt.
    Ich muss gestehen, dass mir mehr und mehr die Sympathie fuer die Demokratie abhanden kommt. Das liegt an der Tatsache, dass ich hier in Abu Dhabi den Gluecksfall erlebe, wie positiv sich eine Autokratie auswirken kann, wenn der Regierende eine integre Persoenlichkeit ist.
    Hier kommt dazu, dass durch den Vorgaenger und Vater bereits Vertrauensvorschuss aufgebaut war, und daher nicht nur der Regent, sondern auch der heutige Kronprinz alle Sympathien besitzt.
    Aber hier wird man fuer eine solche Position auch nach Talent und Charakter ausgewaehlt. Dann hat man die Pflicht, sich das entsprechende Handwerkszeug und Wissen anzueignen.
    Und unter den zahlreichen Soehnen oder juengeren Bruedern des regierenden Scheichs findet sich jemand, der rechtzeitig zu Hoffnungen Anlass gibt.
    Stellt sich dann zwischenzeitlich das Gegenteil heraus, oder faengt irgendwann jemand anderes zu leuchten an, dann disponiert man zweckdienlich um.

    Dieses System funktioniert.
    Hier wird die Staatsfuehrung am Nationalfeiertag gefeiert, und die Begeisterung ist echt. Ich weiss natuerlich, dass der natuerliche Reichtum daran Anteil hat. Aber es gibt auch erdoelfoerdernde Staaten, in denen die Bevoelkerung nicht am Wohlstand partizipiert.

    Dort gibt es auch politische Opposition. Vielleicht sogar braun eingefaerbt.
    Damit sind die Herren Generaele gemeint, die spaeter meist als „Junta“ bekannt werden.
    Bei denen herrscht manchmal auch der eindimensionale Schwachsinn.

    Ein Apfel, nicht aus Sachsen, aber in Uniform.

    Juergen

  2. Komisch. Ich hätte sachlichere Beiträge erwartet! Ich glaube nicht nicht, dass viele Wähler der Braunen verblödet oder den ganzen Tag blau sind.
    Ein Teil der Wähler hat schlechte Erfahrungen mit Ausländern gemacht und will sie darum nicht tollerieren.
    Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) von 2004, betrug der Ausländeranteil an ermittelten Tatverdächtigen nach Abzug ausländerspezifischer Straftaten 19,3% . Besonders hoch waren die Anteile der ausländischen Tatverdächtigen bei Vergewaltigung (30,6%), Raubstraftaten (30,1%) und Mord (29,6%). Zum Vergleich: Der offizielle Ausländeranteil in der Bevölkerung beträgt knapp 9% (ohne Eingebürgerte). Ausländer waren im Jahr 2004 somit statistisch doppelt so häufig kriminell wie Deutsche. Das waren die statistischen Fakten.
    (Quelle: BKA)
    Einen anderen Teil machen „Politikverdossene Deutsche“ aus. Immer mehr potentielle Wähler, die sich etwas mit Politik auseinandersetzen glauben nicht mehr an die Politiker und ihre Wahlversprechen.
    Zum Beispiel die Abwrackprämie:
    Die Abwrackprämie verschiebt nur das Auftragsvolumen von verkauften Autos. Leute die ihr nächstes Auto für nächstest Jahr geplant haben kaufen es schon dieses Jahr. Für dieses Jahr haben großen Autokonzerne noch Auftäge. Nächstes Jahr fallen die Konzerne in ein Loch und wir, die Bürger müssen dafür Bürgen!
    Ich hoffe die Diskussion etwas versachlicht zu haben.

  3. Kommentar zu Heinz Knall:

    „Ein Teil der Waehler hat schlechte Erfahrungen mit Auslaendern gemacht, und will sie daher nicht tollerieren (sic!)“

    Na, wie sozialromantisch ist das denn! Ich versuche mir das bildhaft vorzustellen:

    Der deutsche Michel, vom Wesen her urspruenglich dem tuerkischen, libanesischen oder mozambikanischen Mitbuerger von Herzen her zugetan,
    wendet sich nach herber Zurueckweisung seiner, aus reiner Philanthropie dargebrachten Sympathiebekundung im Herzen zutiefst enttaeuscht der „Braunen Kameradschaft“ zu.
    Die unerwiderte Liebe erweckt in ihm naemlich das unwiderstehliche Verlangen, diese, ihm aufgezwungene ethnische Isolation nun auch durch entsprechende Verwendung seiner Wahlstimme zu manifestieren.
    Oh, Heinz !

    Die Menschen ( ganz egal, ob deutscher, tuerkischer, libanesischer oder mozambikanischer Herkunft) haben sich gefaelligst zu bemuehen, das alltaegliche Leben mit so wenig Resentiment, Ueberheblichkeit oder Vorurteil wie moeglich anzugehen, um dadurch zu begreifen, dass die Herkunft des Mitmenschen umso weniger ins Gewicht faellt, je persoenlicher die Beziehung zu ihm ist.

    Meine besten Freunde sind Aegypter, Jordanier, Syrer, Inder, Pakistaner, Englaender, Italiener, Mexikaner, Suedafrikaner, Australier oder Amerikaner. Es ist auch ein Deutscher dabei. Er unterscheidet sich in nichts von den anderen.

  4. @Jürgen:
    Du hast ganz vergessen, dass es auch jede Menge Deutsche gibt, die von Deutschen enttäuscht wurden…Was machen die denn jetzt 😉
    Liebe Grüße aus der Pfalz,
    Claus

  5. Es faellt mir kein Argument ein, das eine einzige Wahlstimme fuer die NPD oder die sog. „Republikaner“ (der Parteiname allein ist schon eine Anmassung sondersgleichen) rechtfertigen wuerde.
    Jeder moeglicherweise positive Ansatz im Programm, wo auch immer abgeschrieben, wird doch durch den notwendigerweise herzustellenden Vergangenheitsbezug ueberlagert.
    In dieser politischen Ecke haben wir die naechsten 1000 Jahre als Deutsche einfach nichts mehr zu suchen.

  6. Den Ansatz mim rausgeschmissenen Geld durch im Wahlkampf finde ich lustig. Dir ist aber auch klar wie die finanziellen Mittel verteilt werden?
    2005 wurden hatten die Parteien ein Reinvermögen von 380 mio. Euro ( also etwas mehr als 4,63 € pro Bürger bekommen).
    Vor diesen 380 mio. € haben die Republikaner 1,4 mio. € bekommen ( 1,7 ct pro Bürger) und dafür einen relativ ordentlichen Wahlkapf gemacht. Dafür ,dass die „Volkspartei“ SPD ca. 100mal mehr Finanzielle Mittel hat, war ihr Wahlkapf sehr schwach! (Man siehts ja an den Wahlergebnissen)
    Bei uns hatte die SPD weder 100 mal mehr Plakate noch etwas vergleichbares…. wo ist bei denen also das Geld ,welches die Bürger eingezahlt haben hin?

    Zur Verbrechensstatistik ist euch Integrationsaposteln nichts besseres eingefallen oder etwa doch? Diese Zahlen lügen nicht. Oder wieso söllten diese , wenn sie vom BKA persönlich sind?

    Juergen Oelschlegel bist du ein Immigrant, oder warum hast du so wenige deutsche Freunde? Klar ,wenn ich als Immigrant von Deutschland so gefördert werden würde ich Deutschland auch so dem Mund nach reden.^^

    Grüße aus der Pfalz

  7. Mein lieber Heinz,
    ja, ich bin ein Immigrant. Ich lebe seit eineinhalb Jahren in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Vorher habe ich 48 Jahre in der Bundesrepublik gelebt. Die Immigrantenfoerderung in Deutschland habe ich nicht genossen, sondern mit meinen Steuern mitbezahlt. Tut mir ja herzlich leid, dass Deine gesammelten Vorurteile und Ressentiments auf mich nicht zutreffen. Hoffentlich bekommt da Deine Weltanschauung keine Risse.
    An Freunden hat es mir uebrigens in Deutschland nicht gemangelt, und hier schon gar nicht. Obwohl ich sie mir sorgfaeltig aussuche.
    Von den Steuergeldern, die an radikale „Parteien“ zu zahlen waren, habe ich uebrigens auch meinen Teil bezahlen muessen. Daher nehme ich mir das Recht, Kritik an dieser Praxis der Parteienfinanzierung zu ueben, wenn sie auf „Parteien“ wie die NPD Anwendung findet, deren radikale, intolerante Zielsetzung nicht mit unserem Grundgesetz in Uebereinstimmung steht. Und wenn Du in diesem Zusammenhang den Unterschied zwischen SPD und NPD nicht erkennen willst, eruebrigt es sich fuer mich, diese Diskussion fortzusetzen.

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